Diese Studie der US-Gesundheitsbehörde NIH untersuchte die Gehirnflüssigkeit (Nervenwasser) von Menschen mit ME/CFS nach einer Infektion, mit Post-Covid-Symptomen, mit Parkinson und von gesunden Personen. Gemessen wurden Botenstoffe des Nervensystems, besonders Noradrenalin (wichtig für Wachheit, Konzentration und Stressreaktion) und Dopamin. Ergebnis: Bei ME/CFS- und Post-Covid-Betroffenen war die Noradrenalin-Aktivität im Nervenwasser deutlich niedriger als bei Gesunden – ähnlich wie bei Parkinson-Patienten. Die Dopamin-Werte unterschieden sich dagegen nicht. Besonders ausgeprägt war der Noradrenalin-Mangel bei Post-Covid-Patienten mit Belastungsintoleranz (Zustandsverschlechterung nach Anstrengung). Niedrigere Noradrenalin-Werte hingen zudem mit stärkerer Erschöpfung, schlechterer allgemeiner Gesundheit und kürzerer Handgriffkraft-Ausdauer zusammen. Die Autoren schließen, dass ME/CFS und Post-Covid ein spezifisches Muster im Botenstoffhaushalt zeigen: ein Mangel an Noradrenalin, aber nicht an Dopamin. Dies könnte erklären, warum Konzentration, Antrieb und Belastungstoleranz betroffen sind. Die Studie ist klein und beobachtend, liefert also erste Hinweise, keine endgültigen Bewei
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1093/braincomms/fcag173).