Diese Studie untersuchte 71 Menschen mit Long COVID, sechs Monate nach ihrer Corona-Infektion. Ziel war es zu prüfen, ob Symptome wie Erschöpfung (ähnlich ME/CFS), depressive Beschwerden, Atemprobleme und neurologische Symptome zusammenhängen und ob Werte aus der akuten Infektionsphase spätere Long-COVID-Beschwerden vorhersagen können. Ergebnis: Alle vier Symptomgruppen hingen eng zusammen und bildeten ein gemeinsames Krankheitsbild, genannt 'physio-affektives Phänomen'. Wie stark die Beschwerden ausfielen, ließ sich gut vorhersagen durch die Schwere der akuten Infektion (z.B. Atemnot, Husten mit Auswurf, Viruslast, bestimmte Blutwerte) sowie durch niedrigere Werte bestimmter Schutzstoffe im Körper: ein Leberenzym (ALT), die antioxidative Kapazität des Blutplasmas (TRAP) und Stickstoffmonoxid-Abbauprodukte (NOx), die u.a. für Gefäßfunktion wichtig sind. Das deutet darauf hin, dass eine starke Entzündungs- und Stressreaktion während der akuten Infektion mit späteren Langzeitfolgen zusammenhängt. Die Studie ist klein und vorläufig, liefert aber Hinweise auf biologische Mechanismen, die auch bei ME/CFS eine Rolle spielen könnten, etwa oxidativer Stress und Entzündung.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.21203/rs.3.rs-10070418/v1).