Dieser Übersichtsartikel stellt eine Theorie zu Long COVID vor, also den anhaltenden Beschwerden nach einer Corona-Infektion. Die Autoren schlagen vor, dass bestimmte Immunzellen namens Makrophagen (Fresszellen des Immunsystems, die Krankheitserreger beseitigen) dauerhaft in einem aktivierten, entzündlichen Zustand verbleiben. Auslöser sollen Reste des Virus-Spike-Proteins sein, die sich in bestimmten Immunzellen (MAIT-Zellen) und im Gehirn (Mikroglia, den Immunzellen des Gehirns) sowie im Darm festsetzen. Zusätzlich sollen sich diese Fresszellen durch chemische Veränderungen an ihrer Erbsubstanz (epigenetische Prägung) dauerhaft in einen entzündungsbereiten Zustand 'einbrennen'. Die Autoren vermuten, dass diese anhaltende Aktivierung der Makrophagen die zentrale Ursache für die vielfältigen Long-COVID-Symptome sein könnte und als Ansatzpunkt für individuelle Risikoeinschätzung und künftige Behandlungen dienen könnte. Wichtig: Es handelt sich um eine theoretische Zusammenfassung bestehender Forschung, keine neue Studie mit eigenen Messungen an Patienten. Die Hypothese ist bislang nicht abschließend belegt.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3390/ijms27010313).