Diese Studie untersuchte 93 Erwachsene, die 2020 wegen schwerer COVID-19-Lungenschäden im Krankenhaus behandelt wurden. 15 Monate später wurde ihr Blut mit einem speziellen Gerinnungstest (ROTEM, misst die Festigkeit von Blutgerinnseln) untersucht und nach anhaltenden Beschwerden (Long-COVID bzw. PASC) gefragt, etwa Belastungsintoleranz (Verschlechterung nach Anstrengung, PEM), Erschöpfung und Konzentrationsproblemen ('Brain Fog'). Ergebnis: 24% hatten noch Long-COVID-Symptome, 43% PEM, 27% Erschöpfung, 20% Brain Fog. Bei Personen mit Long-COVID, PEM oder Erschöpfung war ein bestimmter Gerinnungswert (Fibrinogen-Anteil an der Gerinnselfestigkeit) auffällig erhöht – das deutet auf eine leichte, im Alltag nicht offensichtliche Neigung zu verstärkter Blutgerinnung hin. Bei Brain Fog zeigte sich dieser Zusammenhang nicht. Die Studie ist klein und nur ein Momentaufnahme-Vergleich (kein Beweis für Ursache-Wirkung). Sie liefert aber einen Hinweis, dass Gerinnungs- und Entzündungsprozesse bei körperlichen Long-COVID-Symptomen wie PEM und Erschöpfung eine Rolle spielen könnten. Weitere Forschung ist nötig, auch um mögliche Behandlungsansätze zu prüfen.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1177/08850666261453886).