Diese Online-Studie untersuchte, warum Menschen mit ME/CFS (chronischem Fatigue-Syndrom) oft stark unter psychischer Belastung leiden. Verglichen wurden 99 Betroffene mit 149 gesunden Personen. Erfasst wurden Depression, Angst, Erschöpfungsschwere sowie 'positives Körperbild' – also wie sehr jemand seinen Körper und dessen Funktionsfähigkeit wertschätzt – und krankheitsbezogene Scham. Ergebnis: Betroffene zeigten mehr Depression und Angst sowie weniger Wertschätzung für Körper und Körperfunktionen. Statistisch erklärte dieses geringere positive Körperbild einen Teil des Zusammenhangs zwischen ME/CFS und psychischer Belastung. Innerhalb der Betroffenen-Gruppe hing stärkere Erschöpfung mit mehr Scham, schlechterem Körperbild und mehr Depression/Angst zusammen. Die Studie ist eine Querschnittsbefragung (nur ein Zeitpunkt, selbstberichtete Diagnose, mittelgroße Stichprobe), erlaubt daher keine Aussagen über Ursache und Wirkung. Sie deutet aber darauf hin, dass Körperwahrnehmung und Scham mögliche Ansatzpunkte für psychologische Unterstützung sein könnten – nicht als Behandlung der Erkrankung selbst, sondern als Weg, mit der psychischen Belastung besser umzugehen.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.21203/rs.3.rs-9215853/v1).