Prevalence of depression, anxiety, fatigue, and headache before and after long COVID onset: a case-control study in the total population of Region Stockholm

14.11.2025 · BMC medicine · Zusammenfassung auf Deutsch

Diese Studie aus Schweden (Region Stockholm) untersuchte, ob Menschen mit Long COVID schon vor ihrer Diagnose häufiger unter Depression, Angst, Erschöpfung (Fatigue) und Kopfschmerzen litten als eine Vergleichsgruppe ohne Long COVID. Dazu wurden Gesundheitsdaten von 5589 nicht-hospitalisierten Long-COVID-Betroffenen mit 47.561 nach Alter, Geschlecht und Wohngegend passenden Kontrollpersonen verglichen - für die Zeiträume ein Jahr vor der Pandemie, 12 Monate vor und 6 Monate nach der Long-COVID-Diagnose. Ergebnis: Personen, die später Long COVID entwickelten, hatten bereits vorher deutlich häufiger Diagnosen wie Depression, Angststörungen, postvirales Erschöpfungssyndrom und Kopfschmerzen - unabhängig vom Geschlecht. Nach der Long-COVID-Diagnose blieb die Häufigkeit dieser Diagnosen ähnlich hoch wie vorher, stieg also nicht zusätzlich stark an. Die Autoren vermuten einen Zusammenhang zwischen psychischer Vorbelastung und dem Risiko, Long COVID zu entwickeln. Wichtig: Die Studie zeigt nur statistische Zusammenhänge, keine Ursachen. Manche Untergruppen (z.B. Männer mit postviralem Erschöpfungssyndrom) waren sehr klein, die Ergebnisse dort entsprechend unsicher.

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