Dieser Übersichtsartikel fasst bisherige Forschung dazu zusammen, wie das Mikrobiom (die Bakteriengemeinschaft im Mund und Darm) mit chronischen Schmerzen zusammenhängt. Menschen mit chronischen Schmerzen haben oft eine veränderte Bakterienzusammensetzung: weniger Bakterien, die entzündungshemmende Fettsäuren (kurzkettige Fettsäuren) produzieren, und mehr Bakterien, die Entzündungen fördern. Diese Veränderungen beeinflussen Botenstoffe, die wiederum Nervenzellen empfindlicher machen können - sowohl im Körper als auch im Gehirn. Dort können sie Immunzellen im Gehirn (Mikroglia) aktivieren, die das Gleichgewicht zwischen erregenden und beruhigenden Nervensignalen stören und so zu einer dauerhaften Schmerzempfindlichkeit (zentrale Sensibilisierung) beitragen. Die meisten Belege stammen aus Beobachtungsstudien und Tierversuchen; erste Studien mit Stuhltransplantationen beim Menschen deuten auf einen möglichen Zusammenhang hin, sind aber noch vorläufig und durch Ernährung, Lebensstil und Begleiterkrankungen beeinflusst. Die Autoren schlagen vor, dass Ernährungsanpassungen sowie Schlaf, Bewegung, Stressmanagement und Mundhygiene möglicherweise helfen könnten, sind aber keine belegte Beha
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