Diese kleine Studie untersuchte, ob bei Menschen mit Long COVID eine dauerhafte Entzündung im Gehirn (Neuroinflammation) vorliegt. Mit einer speziellen Bildgebungstechnik (TSPO-PET) wurde die Aktivität von Gliazellen (Immunzellen im Gehirn) bei 14 Long-COVID-Betroffenen, 11 gesunden Kontrollpersonen und 13 Menschen mit Multipler Sklerose gemessen. Ergebnis: Bei Long-COVID-Betroffenen war die Gliaaktivität insgesamt nicht höher als bei Gesunden, aber niedriger als bei MS-Patienten. Wer erst kürzer erkrankt war, zeigte etwas mehr Aktivität in der weißen Substanz des Gehirns als Menschen mit länger andauernder Erkrankung - das deutet darauf hin, dass sich diese Entzündung mit der Zeit zurückbilden könnte. Zudem hing eine stärkere Aktivität in bestimmten Hirnregionen (Hippocampus, Amygdala, Thalamus - zuständig für Emotionen und Gedächtnis) mit schlechterer Lebensqualität, mehr Depression und Angst zusammen. Die Studie ist sehr klein und vorläufig, liefert aber Hinweise, dass bestimmte Hirnregionen bei psychischen Symptomen von Long COVID eine Rolle spielen könnten, auch wenn keine allgemeine Gehirnentzündung nachgewiesen wurde.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1007/s00415-026-13842-w).