Diese kleine Studie untersuchte 34 Menschen mit Long COVID (Beschwerden 9 Monate bis 5 Jahre nach Corona-Infektion) und 26 infizierte Personen ohne anhaltende Symptome. Frauen berichteten deutlich mehr Beschwerden, vor allem Erschöpfung, Denk- und Konzentrationsprobleme sowie Reizempfindlichkeit (z.B. gegenüber Licht/Geräuschen) – diese nahmen mit dem Alter und der Krankheitsdauer zu. Bei Männern zeigte sich das nicht. Frauen hatten auch häufiger Begleiterkrankungen, etwa Stoffwechsel-, Hormon- und Kreislaufprobleme. Bei der Untersuchung des Immunsystems zeigten sich geschlechtsspezifische Unterschiede: Bei Frauen war die Funktion bestimmter Immunzellen (CD8-T-Zellen, die Viren abtöten sollen) leicht abgeschwächt, was eventuell mit einem Verbleib von Viren im Körper und neurologischen Symptomen zusammenhängen könnte. Bei Männern war dagegen ein Entzündungsbotenstoff (TNF-alpha) erhöht. Mehr als die Hälfte aller Teilnehmenden hatte Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. Die Autoren betonen, dass die Gruppe sehr klein ist und die Ergebnisse vorläufig sind, sie sprechen sich aber für geschlechtsspezifische Behandlungsansätze bei Long COVID aus.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1186/s13293-026-00825-9).