Immunological associations in post-infective fatigue syndromes including Long COVID-a systematic review and meta-analysis

27.10.2025 · EBioMedicine · Zusammenfassung auf Deutsch

Diese Übersichtsarbeit fasst 30 Studien mit insgesamt über 5000 Teilnehmenden zusammen, die untersuchten, ob nach Infektionen anhaltende Erschöpfungssyndrome (sogenannte postinfektiöse Fatigue-Syndrome, wozu auch ME/CFS und Long COVID gehören) mit einer dauerhaft aktivierten Immunabwehr zusammenhängen. Dabei wurden Blutwerte von Betroffenen mit denen von Menschen verglichen, die sich nach derselben Infektion vollständig erholt hatten. In einer genaueren Auswertung von 11 Studien mit 413 Betroffenen zeigte sich: Menschen mit anhaltender Erschöpfung hatten nach 3-6 Monaten erhöhte weiße Blutkörperchen (Zeichen einer Immunaktivität) und nach 6-12 Monaten erhöhte Werte bestimmter Botenstoffe des Immunsystems (RANTES und TNF-alpha, beide fördern Entzündungsprozesse). Die gemessenen Unterschiede waren statistisch vorhanden, aber eher klein bis moderat. Die Autoren betonen, dass viele der ursprünglich gefundenen Studien wegen mangelnder Qualität ausgeschlossen werden mussten und die Ergebnisse vorläufig sind. Sie liefern einen vorsichtigen Hinweis auf eine anhaltende Immunaktivierung bei postinfektiöser Fatigue, müssen aber durch bessere und größere Studien bestätigt werden.

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