Does C1 esterase inhibitor play a role in post COVID-19 neurological symptoms? A randomized, double-blind, placebo-controlled, crossover, proof-of-concept study

06.11.2025 · Frontiers in neurology · Zusammenfassung auf Deutsch

Diese kleine Studie untersuchte Menschen mit anhaltender Erschöpfung nach einer COVID-19-Infektion (sogenanntes 'Post-viral Fatigue Syndrom', ähnlich ME/CFS). Die Idee: Nach der Infektion bleibt das Immunsystem gestört, unter anderem durch Mangel an einem Eiweiß namens C1-Esterase-Inhibitor (C1-INH), das normalerweise Entzündungsreaktionen bremst. 36 Teilnehmende erhielten in zufälliger Reihenfolge 8 Wochen C1-INH-Infusionen und 8 Wochen ein Scheinmedikament (Placebo). Gemessen wurden Depression, Erschöpfung, Schmerzen und Immunmarker. Unter C1-INH zeigten sich leichte Verbesserungen bei Depression, Erschöpfung und Schmerzen, die nach Wechsel zu Placebo teils bestehen blieben oder sich wieder verschlechterten. Zudem fand man bei den Betroffenen niedrigere Werte bestimmter Immun-Signalstoffe (TLR-Signalweg) im Vergleich zu Gesunden, was auf eine dauerhafte Immunstörung nach COVID-19 hinweist. Die Studie ist eine erste Machbarkeitsuntersuchung mit kleiner Teilnehmerzahl, ohne strenge Bestätigung der Wirkung. Sie kann daher noch keine gesicherten Aussagen über eine Behandlung liefern, liefert aber Hinweise auf mögliche Immunmechanismen, die auch für ME/CFS relevant sein könnten.

Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3389/fneur.2025.1523814).

Originalstudie im Volltext ansehen →

Diese Studie in der interaktiven Übersicht öffnen