Diese Übersichtsarbeit fasst den aktuellen Forschungsstand zu Herz-Kreislauf-Problemen bei Long-COVID zusammen, also gesundheitlichen Beschwerden, die mindestens 2 Monate nach einer Corona-Infektion noch bestehen. Häufige Symptome sind Brustschmerzen, Herzrasen, starke Erschöpfung und Belastungsintoleranz (Verschlechterung nach Anstrengung) – Beschwerden, die auch viele ME/CFS-Betroffene kennen. Die Autoren werteten vorhandene Studien aus (kein neues Experiment) und identifizierten mehrere mögliche Ursachen: Virusreste im Körper, überaktives Immunsystem, Schäden an den kleinsten Blutgefäßen (Mikrogefäße) mit erhöhter Gerinnungsneigung, sowie eine Fehlsteuerung des vegetativen Nervensystems (das u.a. Herzschlag und Blutdruck regelt, Stichwort Dysautonomie). Wie stark jemand betroffen ist, hängt auch davon ab, wie schwer die akute Infektion war, ob eine Impfung vorlag und welche Virusvariante beteiligt war. Eine gezielte Behandlung gibt es bisher nicht – aktuell wird symptomorientiert vorgegangen: Risikoabschätzung fürs Herz, individuell angepasste Reha, Behandlung der Nervensystem-Fehlsteuerung und Betreuung durch mehrere Fachrichtungen. Die Autoren fordern einheitlichere Studienmet
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