Diese Studie untersucht, ob eine bestimmte genetische Veranlagung des Immunsystems mit der Reaktivierung des Herpesvirus HHV-6 bei COVID-19 zusammenhängt. Natürliche Killerzellen (NK-Zellen) sind wichtige Immunzellen zur Virusabwehr, deren Aktivität durch Rezeptoren wie KIR2DL2 gebremst werden kann, wenn dieser auf ein passendes Andockmolekül (HLA-C1) trifft. Die Forscher verglichen 110 SARS-CoV-2-positive mit 109 negativen Personen hinsichtlich dieser genetischen Merkmale und einer möglichen HHV-6-Reaktivierung im Blut. Ergebnis: Bei den Corona-positiven Personen kam die hemmende Genkombination KIR2DL2/HLA-C1 häufiger vor, ebenso eine Reaktivierung der HHV-6A-Variante des Virus. Bei verstorbenen Patienten und solchen mit Vorerkrankungen (besonders Herz-Kreislauf-Erkrankungen) traten diese hemmende Genkombination und die HHV-6A-Reaktivierung besonders oft gemeinsam auf. Die Autoren vermuten, dass diese genetische Bremse der NK-Zellen dem Herpesvirus erlaubt, sich im Körper zu halten, was zu stärkerer Immunfehlregulation und schwereren Krankheitsverläufen beitragen könnte. Die Studie ist vorläufig und zeigt nur einen statistischen Zusammenhang, keinen bewiesenen Wirkmechanismus. Für
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3390/microorganisms14010235).