Diese niederländische Studie befragte medizinisches Fachpersonal (Ärzte, Therapeuten u.a.) zur Versorgung von Menschen mit Post-COVID-Zustand (PCC), einer Erkrankung mit vielen Überlappungen zu ME/CFS. Mittels sogenannter Delphi-Methode (zwei Fragerunden zur Meinungsbildung) nahmen 270 Fachkräfte teil, 169 beendeten beide Runden. Ein Drittel gab an, es fehle an wirksamen Behandlungsmöglichkeiten, ein Viertel hielt die PCC-Versorgung für schlecht organisiert. Als wichtigste Voraussetzungen für bessere Versorgung wurden wissenschaftlich belegte Behandlungen, Zusammenarbeit zwischen Berufsgruppen und mehr Forschung genannt. Größte Hindernisse waren fehlende spezialisierte Behandlungszentren, mangelnde Anerkennung der Erkrankung und fehlende Medikamente. Fachkräfte schätzten ihr eigenes Wissen über PCC höher ein als das ihrer Kollegen, sahen aber selbst Lücken, besonders bei Behandlungsoptionen und körperlichen Krankheitsmechanismen. Hohe Arbeitsbelastung, Zeitmangel und fehlende Bezahlung für Absprachen zwischen Fachrichtungen erschwerten die Zusammenarbeit zusätzlich. Die Studie zeigt strukturelle und Wissensdefizite in der Versorgung auf, liefert aber keine neuen Behandlungen, sonde
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1186/s12913-026-14489-z).