In dieser kleinen und noch vorläufigen Studie untersuchten Forschende, ob sich ME/CFS durch spezielle Botenstoffe im Blut von anderen Erkrankungen wie chronischer Müdigkeit ohne bekannte Ursache (ICF), Depressionen und gesunden Personen unterscheiden lässt. Dazu wurden sogenannte extrazelluläre Vesikel analysiert – das sind winzige Bläschen im Blut, die Zell-Botschaften (unter anderem kleinste RNA-Schnipsel, sogenannte microRNAs) transportieren. Die Forschenden stellten fest, dass Menschen mit ME/CFS ein einzigartiges Muster dieser Bläschen und RNA-Schnipsel aufweisen. Insbesondere vier bestimmte microRNAs (darunter miR-21-5p) waren bei ME/CFS deutlich erhöht, nicht aber bei den Vergleichsgruppen. Zudem gaben die auffälligen Bläschen Hinweise auf Störungen im Nervensystem, im Stoffwechsel und bei der Zellstruktur. Da die Studie an sehr wenigen Personen durchgeführt wurde (nur 6 ME/CFS-Betroffene und wenige Kontrollpersonen), handelt es sich um erste Forschungsergebnisse. Diese Marker könnten zukünftig als Werkzeug für eine einfachere Diagnose durch eine Blutprobe dienen. Es gibt jedoch noch keine direkte Anwendung im Alltag oder neue Behandlungsmethoden.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1186/s12967-026-08695-w).