Reframing ME/CFS: toward a unified mechanistic model of chronic post-infectious diseases.

22.05.2026 · Journal of translational medicine · Zusammenfassung auf Deutsch

Dieser Übersichtsartikel fasst zusammen, wie sich das wissenschaftliche Verständnis von ME/CFS (Chronisches Erschöpfungssyndrom) im Laufe der Zeit verändert hat. Früher fehlten anerkannte Biomarker (messbare Krankheitszeichen im Körper), weshalb die Erkrankung oft fälschlich als rein psychisch bedingt behandelt wurde. Durch die Erforschung von Long-COVID hat sich das Bild stark gewandelt: Man erkennt nun, dass bei ME/CFS mehrere Körpersysteme gestört sind - etwa das Immunsystem (dauerhaft überaktiv oder fehlgesteuert), die Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen, die Energie liefern), die Blutgefäße (besonders die kleinsten, sogenannte Mikrogefäße), die Blutgerinnung, sowie Botenstoffe aus Fetten und kleine Zellbläschen, die Signale zwischen Zellen übertragen. Wichtig ist: Diese Störungen zeigen sich oft erst unter körperlicher oder geistiger Belastung deutlich - passend zum Kernsymptom von ME/CFS, der sogenannten Post-Exertional Malaise (PEM), also einer starken Verschlechterung nach Anstrengung. Die Autoren schlagen vor, ME/CFS neu zu verstehen: nicht als unerklärliche Erschöpfung, sondern als Störung der Fähigkeit des Körpers, sich an Belastung anzupassen - im Rahmen einer größeren

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