Dieser Übersichtsartikel befasst sich mit sogenannten infektionsassoziierten chronischen Erkrankungen (IACIs) – dazu zählen das Post-Behandlungs-Lyme-Syndrom (anhaltende Beschwerden nach Borreliose-Therapie), Long-COVID, ME/CFS und Multiple Sklerose. Diese Krankheiten ähneln sich in vielschichtigen Symptomen nach einer Infektion, sind aber schwer eindeutig zu diagnostizieren, da klare Diagnosekriterien und Biomarker (messbare Laborwerte) fehlen. Das erschwert Forschung: Studienteilnehmer werden oft falsch eingeordnet, Ergebnisse sind widersprüchlich oder nicht wiederholbar. Die Autoren analysieren methodische Schwächen bisheriger Studien (z. B. zum Lyme-Syndrom) und leiten daraus Verbesserungsvorschläge ab: strengere Auswahl der Teilnehmenden, einheitliche Probenentnahme-Verfahren und passende Vergleichsgruppen, idealerweise mit labortechnischem Nachweis der ursprünglichen Infektion. Zudem wird diskutiert, wie Stigmatisierung, jahrzehntelange Vernachlässigung dieser Krankheiten und der Druck, schnell Behandlungen zu finden, zu schlecht kontrollierten Studien beigetragen haben. Es handelt sich um keine neue klinische Studie mit Patientendaten, sondern um eine methodische Handlungsem
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1093/brain/awag016).