Observational Study on Immunoadsorption (IA) in Patients With Autoantibody-Positive Post-Infectious ME/CFS

14.04.2026 · Zusammenfassung auf Deutsch

Diese Beobachtungsstudie untersucht die Immunadsorption (IA) – ein Verfahren, bei dem Antikörper aus dem Blut gefiltert werden – bei 50 Patienten mit ME/CFS oder Post-COVID-Syndrom, die bestimmte Autoantikörper im Blut haben. Die Behandlung erfolgt außerhalb der Studie in einer Klinik nach festem Schema (5 Sitzungen). Die Studie selbst greift nicht in die Behandlung ein, sondern begleitet die Patienten 12 Monate lang mit Fragebögen zu Erschöpfung, Belastbarkeit und Krankheitsschwere sowie mit Blutuntersuchungen und Kraftmessungen. Ziel ist es zu beobachten, ob sich Symptome nach der IA verbessern und ob bestimmte Immunzellen (Gedächtnis-B-Zellen) vor der Behandlung Hinweise darauf geben, wer besonders profitiert. Frühere kleine Studien derselben Gruppe zeigten bei den meisten behandelten Patienten eine Besserung. Diese Studie liefert aber noch keine Ergebnisse – sie beschreibt nur das Studiendesign und soll Grundlage für eine spätere, größere kontrollierte Studie (RCT) sein. Da es keine Vergleichsgruppe ohne Behandlung gibt, lassen sich Effekte der IA nicht sicher von Zufall oder natürlichem Verlauf unterscheiden. Die Ergebnisse sind also noch offen und vorläufig einzuordnen.

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