Diese Studie befasst sich nicht mit ME/CFS, sondern mit dem 'radiologisch isolierten Syndrom' (RIS) – einem Zustand, bei dem im MRT zufällig Veränderungen im Gehirn entdeckt werden, die typisch für Multiple Sklerose (MS) sind, obwohl noch keine MS-Symptome vorliegen. Befragt wurden 127 Neurologinnen und Neurologen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz per Online-Umfrage zu ihrem Vorgehen bei Diagnose, Behandlung und Überwachung von RIS. Ergebnis: Die Diagnostik (MRT, Nervenwasser-Untersuchung, elektrophysiologische Tests) ist meist einheitlich, aber die Anwendung neuer Diagnosekriterien aus 2023 ist sehr unterschiedlich. Bei der Behandlung gibt es große Unterschiede: Nur ein kleiner Teil der Betroffenen wird tatsächlich behandelt, es fehlen einheitliche Behandlungspläne. Als größte Hürden nannten die Ärzte Probleme bei der Kostenerstattung, Schwierigkeiten in der Patientenaufklärung und begrenzten Zugang zu Spezialisten außerhalb großer Kliniken. Die Autoren fordern einheitliche Leitlinien für die drei Länder. Die Studie ist eine Befragung von Fachärzten, keine klinische Behandlungsstudie, und bezieht sich ausschließlich auf MS-Vorstufen, nicht auf ME/CFS.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3389/fneur.2026.1822692).