Phosphoproteomic analysis reveals differential associations between liver-spleen disharmony and qi-blood deficiency syndromes in chronic fatigue syndrome.

13.05.2026 · Journal of translational medicine · Zusammenfassung auf Deutsch

Diese Studie untersucht, ob sich zwei traditionelle chinesische Medizin (TCM)-Diagnosemuster bei ME/CFS auch auf molekularer Ebene unterscheiden lassen: das 'Leber-Milz-Disharmonie-Muster' (LSDP) und das 'Qi-Blut-Mangel-Muster' (QBDP). Bei 30 Personen (je 10 mit LSDP, 10 mit QBDP, 10 gesunde Kontrollen) wurde das Blutserum auf sogenannte Phosphoproteine untersucht - das sind Eiweiße, die durch angehängte Phosphatgruppen reguliert werden und oft Signalwege im Körper anzeigen. Mittels empfindlicher Massenspektrometrie fanden die Forscher fast 600 Proteine, die sich zwischen den Gruppen unterschieden. Die LSDP-Gruppe zeigte die meisten Unterschiede zu Gesunden, betroffen waren u.a. Signalwege für Zellstress (MAPK) und Zellstruktur. Bei QBDP überwogen erhöhte Phosphorylierungen. Ein einzelnes Eiweiß (DENND3) unterschied die Gruppen mit mittlerer Genauigkeit. Die Studie liefert erste Hinweise, dass unterschiedliche TCM-Muster bei ME/CFS mit unterschiedlichen biologischen Prozessen einhergehen könnten. Da nur sehr wenige Personen untersucht wurden, sind die Ergebnisse vorläufig und müssen in größeren Studien bestätigt werden. Es werden keine Behandlungsempfehlungen abgeleitet.

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