Die Studie untersuchte, ob oxidativer Zellstress – also eine Überlastung der Zellen durch schädliche Sauerstoffmoleküle – bei medizinischem Personal nach einer Covid-19-Infektion zu anhaltender Müdigkeit führen könnte. Dabei wurde festgestellt, dass viele Betroffene auch Monate nach der akuten Infektion unter starker Erschöpfung litten, die nicht mit der Schwere der ursprünglichen Erkrankung zusammenhing. Die Forschenden vermuten, dass ein Ungleichgewicht zwischen schädlichen Sauerstoffradikalen und schützenden Antioxidantien die Mitochondrien – die 'Kraftwerke' der Zellen – schädigen könnte, was zu einem Energiemangel und damit zur Müdigkeit führen könnte. Diese Mechanismen ähneln denen, die auch beim chronischen Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) beobachtet werden. Die Studie war jedoch nur eine kleine Pilotstudie mit begrenzter Teilnehmerzahl und liefert daher zunächst Hinweise, aber keinen endgültigen Beweis.
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