In dieser systematischen Übersicht wurden acht randomisierte, kontrollierte Studien (insgesamt 1 518 erwachsene Patienten) untersucht, die körperliche Trainingsprogramme (z. B. Gehen, Schwimmen, Radfahren) bei chronischem Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) mit verschiedenen Vergleichsgruppen verglichen. Gegenüber passiven Kontrollen (z. B. übliche Behandlung, Entspannung) zeigte das Training in sieben Studien eine deutliche Reduktion der Müdigkeit und Verbesserungen bei Schlaf, körperlicher Leistungsfähigkeit und dem subjektiven Gesundheitszustand, ohne dass schwere Nebenwirkungen auftraten. Im Vergleich zur kognitiven Verhaltenstherapie (CBT) ergab sich kein klarer Unterschied in Müdigkeit, körperlicher Funktion, Depression oder Angst. Einzelne Studien deuteten auf Vorteile gegenüber „adaptive pacing“ (angepasstes Aktivitätsmanagement) bzw. unterstützendem Zuhören hin, jedoch basieren diese Ergebnisse auf wenigen Daten. Die Evidenz ist insgesamt moderat, aber nicht ausreichend, um eindeutige Therapieempfehlungen abzuleiten; weitere, größere Studien sind nötig.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1002/14651858.CD003200.pub6).