Dieser Artikel ist ein theoretischer Übersichtsbeitrag (kein Experiment mit Patienten), der ein neues Erklärungsmodell für Long COVID vorschlägt. Die Autoren vermuten, dass anhaltende Symptome nicht durch eine fortbestehende Infektion verursacht werden, sondern dadurch, dass sich der Körper nach der Infektion nicht richtig 'neu einstellt'. Im Fokus steht das Zusammenspiel zwischen der Bildung roter Blutkörperchen (Erythropoese) und dem Hormonhaushalt. Chronische Entzündungsprozesse könnten dieses fein abgestimmte System stören, was wiederum das Immunsystem aus dem Gleichgewicht bringt, den Stoffwechsel belastet und so Erschöpfung und andere Beschwerden aufrechterhält. Die Autoren schlagen vor, dass Störungen in diesem 'Blutbildungs-Hormon-System' ein zentraler Mechanismus für die schlechte Erholung sein könnten und dass dort auch mögliche Ansatzpunkte für zukünftige Behandlungen liegen. Wichtig: Es handelt sich um ein Gedankenmodell auf Basis vorhandener Forschung, nicht um eine neue Studie mit eigenen Messungen an Betroffenen. Ob und wie dieses Modell auf ME/CFS übertragbar ist, bleibt offen.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/j.molmed.2026.04.006).