Diese Studie untersuchte 220 Patient*innen mit Post-COVID-Syndrom (PCS) an einer Klinik in Frankreich. Post-exertionelle Malaise (PEM) bedeutet, dass sich Symptome nach körperlicher oder geistiger Anstrengung deutlich verschlechtern - dies ist das Hauptmerkmal von ME/CFS und tritt auch bei manchen PCS-Patient*innen auf. In dieser Untersuchung hatten 26,4% der Patient*innen PEM. Auffällig war: Wer sich früh in der Pandemie (2020/2021, vor der Omikron-Variante) mit COVID-19 infiziert hatte, entwickelte deutlich häufiger PEM als später Infizierte. Außerdem war PEM mit stärkerer Erschöpfung (Fatigue) verbunden. Die Autoren vermuten, dass Unterschiede zwischen den Virusvarianten, aber auch Impfungen oder aufgebaute Immunität durch frühere Infektionen eine Rolle spielen könnten - dies ist aber nicht sicher belegt. Die Studie ist rückblickend anhand von Krankenakten durchgeführt worden, was die Aussagekraft einschränkt. Die Autoren empfehlen, PCS-Patient*innen routinemäßig auf PEM zu untersuchen, da dies mit stärkeren Beschwerden zusammenhängt.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3390/jcm15082948).