3D Virtual Reality Performance Metrics as a Future Fatigue Biomarker in Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS).

09.04.2026 · Biomedicines · Zusammenfassung auf Deutsch

In dieser Studie wurde untersucht, ob sich Denkleistungsprobleme bei ME/CFS objektiv messen lassen. 120 Personen (60 ME/CFS-Betroffene, 60 gesunde Kontrollen) machten an der Universität Erlangen-Nürnberg einen Sehtest in virtueller Realität: Sie mussten auf 3D-Bilder in unterschiedlicher Tiefenstufe reagieren, dreimal wiederholt. Gemessen wurde die Reaktionszeit. Ergebnis: ME/CFS-Betroffene reagierten bei allen drei Tiefenstufen deutlich langsamer als die Kontrollgruppe. Zwar wurden beide Gruppen mit Wiederholung schneller, aber die Betroffenen verbesserten sich deutlich weniger - besonders im dritten, eigentlich leichteren Durchgang. Das könnte zeigen, wie sich Erschöpfung (Fatigue) auf die Konzentrationsfähigkeit auswirkt. Interessant: Die gemessenen Reaktionszeiten passten nicht zu den Selbstangaben der Betroffenen in Fatigue-Fragebögen - objektive Messung und subjektives Empfinden stimmten also nicht überein. Die Studie ist mit 120 Teilnehmenden relativ klein und liefert erste, vorläufige Hinweise darauf, dass solche VR-Tests künftig als messbarer Hinweisgeber (Biomarker) für Erschöpfung bei ME/CFS dienen könnten. Weitere Forschung ist nötig, bevor daraus praktische Anwendungen

Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3390/biomedicines14040855).

Originalstudie im Volltext ansehen →

Diese Studie in der interaktiven Übersicht öffnen