Die Studie untersuchte, wie Antikörper (IgG) aus dem Blut von Menschen mit postinfektiösem ME/CFS und von Patienten mit Long‑COVID (PASC) die Zellen beeinflussen. Die Forscher isolierten IgG‑Moleküle aus dem Blut von Betroffenen und gaben sie an menschliche Endothelzellen (Zellen, die Blutgefäße auskleiden) sowie an gesunde Immunzellen. Sie fanden, dass IgG aus ME/CFS‑Patienten die Mitochondrien – die Kraftwerke der Zelle – in kleine Stücke spaltete (Mitochondrien‑Fragmentierung) und dadurch die Energieproduktion veränderte, ohne die Menge an ATP (der wichtigsten Energiemolekül) zu reduzieren. Zerlegt man das IgG in seine beiden Teile, zeigte das Fab‑Fragment (der Teil, der das Antigen bindet) die gleiche Wirkung auf die Mitochondrien, während das Fc‑Fragment (der Teil, der Immunzellen aktiviert) eher zu einer allgemeinen Absenkung des Stoffwechsels führte. Außerdem lösten die IgG‑Moleküle unterschiedliche Muster von Entzündungsbotenstoffen (Zytokinen) in gesunden Immunzellen aus. Eine Proteinanalyse zeigte, dass die IgG‑Komplexe von ME/CFS‑Patienten Veränderungen in der Struktur der extrazellulären Matrix (das Gerüst um Zellen) aufweisen, während die von PASC‑Patienten eher die B
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