In dieser Fall‑Kontroll‑Studie wurden bei Menschen mit Myalgischer Enzephalomyelitis (ME) die Konzentration eines Proteins namens SMPDL3B im Blut und auf Immunzellen gemessen. In zwei unabhängigen Gruppen (kanadisch: 249 Patienten, 63 Kontrollpersonen; norwegisch: 141 Patienten) war das Blut‑SMPDL3B deutlich erhöht und hing mit dem Schweregrad der Symptome zusammen. Auf den Immunzellen (Monocyten) war das membrangebundene SMPDL3B reduziert, während ein Enzym namens PI‑PLC, das dieses Protein von der Zellmembran abschneiden kann, vermehrt vorkam. Frauen zeigten höhere Blutwerte, was durch das weibliche Hormon Östrogen beeinflusst wird. Im Labor konnten die Diabetes‑Medikamente Vildagliptin und Saxagliptin die Aktivität von PI‑PLC hemmen, wodurch das membrangebundene SMPDL3B erhalten und die lösliche Form im Blut gesenkt wurde. Die Autoren sehen SMPDL3B als möglichen Hinweis‑ und Therapieansatz, betonen aber, dass klinische Studien nötig sind, bevor konkrete Behandlungsempfehlungen gemacht werden können.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1186/s12967-025-06829-0).