In dieser kleinen Studie (36 ambulante Patienten, die die ME/CFS‑Kriterien des Institute of Medicine von 2015 erfüllten) wurde geprüft, ob helles Licht (10 000 Lux, also sehr starkes Vollspektrum‑Licht) über zwei Wochen die Müdigkeit und die geistige Leistungsfähigkeit verbessert. Die Teilnehmenden nutzten zu Hause eine tragbare Lichtbox und wechselten in einem randomisierten Crossover‑Design zwischen Lichttherapie und einer Wartephase, dazwischen gab es eine Auswaschphase. Die Hauptfrage war, ob sich die Müdigkeit, gemessen mit dem Chalder‑Fatigue‑Fragebogen, signifikant reduziert. Das Ergebnis: Nach zwei Wochen Lichttherapie gab es zwar einen kurzen Anstieg der Müdigkeitswerte, aber im Vergleich zur Wartephase war die Verbesserung statistisch nicht bedeutsam. Ein Nebenergebnis zeigte, dass die Reaktionszeit in einem Aufmerksamkeits‑Test nach der Lichttherapie besser war. Mehr als 45 % der Teilnehmenden hatten zudem das posturale Tachykardie‑Syndrom (ein Kreislaufproblem). Fazit: Zwei‑Wochen‑Lichttherapie hilft nicht, die Müdigkeit bei ME/CFS zu verringern, könnte aber die Aufmerksamkeit leicht verbessern. Die Studie ist klein und vorläufig, daher keine Therapieempfehlung.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/j.sleep.2025.03.003).