Die Studie untersuchte, welche Hindernisse Menschen mit Long‑COVID – also anhaltenden Symptomen nach einer SARS‑CoV‑2‑Infektion – bei der medizinischen und sozialen Versorgung erleben. Dafür wurden bis Dezember 2023 1 216 Meldungen von Betroffenen oder deren Angehörigen ausgewertet; daraus wurden 264 repräsentative Fälle ausgewählt und inhaltlich analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass es kaum spezialisierte Kliniken für postvirale Erkrankungen gibt, Wartezeiten bis zu zwei Jahren bestehen und viele Ärzt*innen und Sozialarbeiter*innen wenig über das Krankheitsbild wissen. 85 % der Befragten fühlen sich von Fachkräften nicht ausreichend informiert, 80 % berichten, dass ihre Beschwerden als rein psychisch abgetan werden. Das führt häufig zu falscher oder fehlender Behandlung und zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands, teilweise durch unnötige Untersuchungen. Die Befragten empfinden die psychologische Einstufung ihrer Symptome als stigmatisierend und schädlich. Die Autoren schließen, dass derzeit keine geeigneten Versorgungsstrukturen für postinfektiöse Erkrankungen existieren und fordern schnelle Fortbildungen, den Ausbau spezialisierter Angebote und eine bessere Überwachu
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/j.zefq.2025.01.006).