In dieser Studie wurden Blutproben von insgesamt 141 Personen untersucht: 45 Patienten mit Post‑COVID‑Syndrom, 26 mit der kanadischen Definition von ME/CFS nach COVID‑Infektion, 36 mit nicht‑COVID‑bedingt postinfektiösem ME/CFS und 34 gesunde Kontrollpersonen. Die Forscher suchten nach IgG‑Antikörpern (eine Art von Immun‑Proteinen) gegen bestimmte arginin‑reiche (Poly‑R) Sequenzen des Epstein‑Barr‑Virus (EBV) und nach ähnlichen Sequenzen im menschlichen Körper. Sie fanden vermehrt Autoantikörper gegen menschliche Proteine, die an Nervenzellen (SRRM3), Ionenkanälen (SLC24A3), dem Wachstumsfaktor‑Signalweg (TSPLY2), der Gefäßbildung (TSPYL5) und an Alpha‑Adrenergen‑Rezeptoren (ADRA) gebunden sind. Diese Autoantikörper traten häufiger bei den Patienten auf und standen in Zusammenhang mit typischen Beschwerden wie autonomer Dysfunktion (z. B. Herz‑Kreislauf‑Probleme), Erschöpfung, kognitiven Störungen und Schmerzen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass solche Autoantikörper bei Post‑COVID und ME/CFS eine Rolle spielen könnten, sind aber vorläufig und benötigen weitere Forschung, bevor sie für Diagnostik oder Therapie genutzt werden können.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1101/2024.12.30.24319800).