Diese Arbeit ist keine neue Studie, sondern eine Hypothese, die verschiedene bisherige Forschungsergebnisse zusammenträgt. Die Autoren vermuten, dass Störungen des Geschmackssinns – also wie Geschmacksknospen auf der Zunge funktionieren – ein bisher übersehenes Merkmal von ME/CFS sein könnten. Sie stützen sich auf Ähnlichkeiten zwischen Long-COVID und ME/CFS: Bei beiden Erkrankungen gibt es Hinweise auf gestörten Zellstoffwechsel, Entzündungen, Gefäßprobleme und ein aus dem Gleichgewicht geratenes autonomes Nervensystem (das unbewusst Herzschlag, Verdauung etc. steuert). Ihre zentrale Theorie: Ein gestörtes Signalsystem namens ATP-P2X3, das normalerweise Geschmacksreize weiterleitet, könnte sowohl für Geschmacksveränderungen als auch für typische ME/CFS-Symptome wie die Verschlechterung nach Belastung (PEM) mitverantwortlich sein. Die Autoren schlagen vor, standardisierte Geschmackstests als einfaches, nicht-invasives Werkzeug zu nutzen, um den Schweregrad der Erkrankung einzuschätzen – ergänzend zu anderen biologischen Markern. Sie betonen aber, dass Medikamente oder Nährstoffmangel den Geschmackssinn ebenfalls beeinflussen können und die Zusammenhänge noch nicht bewiesen sind. Es
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3389/fmed.2026.1808646).