Die Studie untersuchte, wie sich das Einkommen und die Abhängigkeit von staatlichen Leistungen bei Menschen mit der Diagnose G93.3 (postvirales Fatigue-Syndrom, das oft mit ME/CFS gleichgesetzt wird) über die Zeit verändert. Dazu wurden Daten von 8.485 erwerbstätigen Personen in Norwegen ausgewertet, die zwischen 2009 und 2018 diese Diagnose erhielten. Die Forschenden verglichen ihr Einkommen und ihre Bezugshöhe von Leistungen wie Erwerbsminderungsrenten mit denen von vergleichbaren Personen ohne die Diagnose. Ergebnis: Das Einkommen begann etwa drei Jahre vor der Diagnose deutlich zu fallen und erreichte ein Jahr danach einen tiefen Stand, der sich anschließend kaum mehr erholte. Gleichzeitig stiegen die staatlichen Leistungen bereits mehrere Jahre vor der Diagnose an und blieben danach auf einem hohen Niveau. Nur sehr wenige Menschen, die um die Diagnosezeit kaum oder kein Einkommen hatten, konnten später wieder ein mittleres Einkommen erzielen. Eine Rückkehr zu durchschnittlichen Einkommen war äußerst selten. Die Studie zeigt, dass ME/CFS oft mit einem langfristigen und schweren Verlust an Erwerbsfähigkeit verbunden ist, der sich bereits vor der offiziellen Diagnose abzeichnet.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/j.ssaho.2024.101206).