Sex- and menopause-related differences in immune and gastrointestinal symptom architecture in ME/CFS: evidence from factor analysis and structural equation modeling.

27.07.2026 · Journal of translational medicine · Zusammenfassung auf Deutsch

Diese Studie untersuchte bei 748 Erwachsenen mit ME/CFS, ob Immunsymptome (z.B. grippeähnliche Beschwerden, häufige Infekte) und Magen-Darm-Symptome (z.B. Verdauungsprobleme, Nahrungsmittelunverträglichkeiten) getrennt oder zusammen auftreten – und ob sich das zwischen Frauen und Männern unterscheidet. Mittels statistischer Verfahren (u.a. Faktorenanalyse) zeigte sich: Bei Frauen bilden Immun- und Darmsymptome zwei verwandte, aber unterscheidbare Gruppen. Bei Männern hingegen verschmelzen beide zu einem einzigen, eng verbundenen Muster. Zudem berichteten Frauen vor den Wechseljahren häufiger grippeähnliche Symptome als Frauen nach den Wechseljahren, während Darmsymptome unabhängig vom Hormonstatus stabil blieben. Das deutet darauf hin, dass Immunsymptome stärker von Hormonen beeinflusst werden, Darmsymptome dagegen eher dauerhaft bestehen. Die Studie ist eine Querschnittsanalyse (Momentaufnahme, keine Verlaufsstudie) und beruht auf Selbstauskünften der Teilnehmenden. Sie liefert keine neuen Behandlungsansätze, zeigt aber, dass Geschlecht und Hormonstatus bei ME/CFS wichtige Faktoren für Forschung und mögliche künftige, individuellere Diagnostik sein könnten.

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