In dieser Untersuchung wurde geprüft, wie oft das post‑exertionale Malaise (PEM) – das typische Erschöpfungs‑ und Krankheitsgefühl nach körperlicher oder geistiger Anstrengung – von Fachärzten bei Menschen mit ME/CFS beachtet wird und welchen Einfluss das hat. Dafür wurden Daten von 788 Reha‑Aufenthalten, 86 Krankenhaus‑Beratungen und 89 stationären Eingriffen in Norwegen ausgewertet. PEM wurde nur bei etwa der Hälfte der Reha‑Behandlungen, 43 % der Beratungen und 65 % der Eingriffe thematisiert. Fehlte die Berücksichtigung von PEM, verdoppelte sich das Risiko, dass sich der Gesundheitszustand nach der Behandlung verschlechterte (z. B. 63 % vs. 40 % nach Reha). Patienten, bei denen PEM thematisiert wurde, waren zudem zufriedener und bewerteten die Behandlung als nützlicher. Die Studie zeigt, dass das Ignorieren von PEM häufig zu schlechteren Ergebnissen und geringerer Zufriedenheit führt, was besonders für die Versorgung von ME/CFS‑Betroffenen und möglicherweise von Long‑COVID‑Patienten wichtig ist. Die Ergebnisse beruhen auf Beobachtungsdaten, nicht auf einer randomisierten Studie, und gelten nur für die untersuchten Einrichtungen in Norwegen.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3389/fneur.2023.1247698).