In dieser Studie wurden 362 Patienten mit Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Fatigue‑Syndrom (ME/CFS) und 52 gesunde Kontrollpersonen einem Kipptest (Kopf‑auf‑Auf‑Stellung) unterzogen. Dabei wurden das Schlagvolumen‑Index (SVI – das Blutvolumen, das das Herz pro Schlag pro Quadratmeter Körperoberfläche auswirft) und die Herzfrequenz (HR) sowohl im Liegen als auch nach etwa 15 Minuten im aufrechten Zustand gemessen. Die ME/CFS‑Patienten zeigten im Stehen einen deutlich stärkeren Rückgang des SVI als die Kontrollen, jedoch war ihr Anstieg der Herzfrequenz zu gering. Bei 37 % der Patienten fehlte die erwartete Kompensation – ein Zustand, der als „chronotope Inkompetenz“ bezeichnet wird, also die Unfähigkeit des Herzens, bei Blutvolumenverlust ausreichend schneller zu schlagen. Dieser Befund war besonders häufig bei stärker betroffenen Patienten. Die Untersuchung ist die erste, die diese spezielle Form der orthostatischen Herzreaktion bei ME/CFS beschreibt, liefert aber keine Hinweise auf Therapie oder Heilung.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/j.ibneur.2023.04.005).