In diesem Bericht wird ein einzelner 17‑jähriger Jugendlicher beschrieben, bei dem sich nach einer Epstein‑Barr‑Virus‑Infektion (EBV) ein Krankheitsbild entwickelte, das den Kriterien von Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Fatigue‑Syndrom (ME/CFS) entspricht. Später entwickelte er zudem Anorexie nervosa (eine Essstörung mit starkem Gewichtsverlust). Der Patient erhielt zweimal außerhalb der offiziellen Zulassung das Medikament Metreleptin – ein künstlich hergestelltes Leptin‑Hormon, das normalerweise den Appetit reguliert – für 15 bzw. 11 Tage. Während und nach der Behandlung besserten sich nicht nur die typischen Anorexie‑Gedanken und die Stimmung, sondern auch die Müdigkeit und die nach Anstrengung auftretenden Muskelschmerzen, die bei ME/CFS häufig vorkommen. Die Autoren diskutieren mögliche Erklärungen, etwa dass Leptin‑Mangel bei starkem Untergewicht die Müdigkeit verstärken könnte. Da es sich jedoch nur um einen Einzelfall handelt, kann man daraus keine allgemeine Wirksamkeit ableiten; weitere Studien sind nötig, um die Beobachtungen zu bestätigen.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3389/fpsyt.2023.1267495).