Auf der zweiten internationalen Konferenz des Charité Fatigue Centers in Berlin (11.–12. Mai 2023) trafen über 100 Wissenschaftler und rund 700 Online‑Teilnehmer, um den aktuellen Stand der Forschung zu Myalgic Encephalomyelitis/Chronischem Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) zu diskutieren. Im Fokus standen drei Hauptbereiche: 1) Das Immunsystem – insbesondere Anzeichen einer Fehlregulation und von Entzündungsprozessen. 2) Störungen der Endothel‑ (die innere Gefäßschicht) und des autonomen Nervensystems (Steuerung von Herz‑ und Kreislauffunktion). 3) Reaktivierung von Viren, etwa Epstein‑Barr‑Virus, die möglicherweise Symptome auslösen. Zusätzlich wurden neue Diagnosemethoden vorgestellt, etwa Blut‑ und Bildgebungsmarker, die helfen könnten, die Krankheit besser zu erkennen. Innovative Therapieansätze, darunter gezielte Immun‑ oder Stoffwechsel‑Behandlungen, wurden präsentiert, jedoch meist noch in frühen klinischen Studien. Trotz wachsender öffentlicher Aufmerksamkeit durch Long‑COVID‑Fälle bleibt ME/CFS stark unterforscht; die Autoren fordern mehr finanzielle Unterstützung, um Ursachen, diagnostische Marker und gezielte Therapien zu finden. Die Veranstaltung liefert damit einen Überbli
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/j.autrev.2023.103452).