Influence of end-tidal CO2 on cerebral blood flow during orthostatic stress in controls and adults with myalgic encephalomyelitis/chronic fatigue syndrome

01.01.2023 · Physiological Reports · Zusammenfassung auf Deutsch

In dieser retrospektiven Studie wurde untersucht, wie sich der Kohlendioxid‑Gehalt in der Ausatemluft (end‑tidaler CO₂‑Spiegel) auf die Durchblutung des Gehirns während eines Kipptests auswirkt. Dabei wurden 535 weibliche ME/CFS‑Patientinnen und 34 gesunde Kontrollpersonen untersucht. Die Hirndurchblutung (cerebraler Blutfluss, CBF) wurde mit einem extrakranialen Doppler‑Messgerät erfasst, während gleichzeitig der CO₂‑Spiegel gemessen wurde. Sowohl im Liegen als auch am Ende des Kipptests zeigte sich bei den Patientinnen ein signifikanter Zusammenhang zwischen CBF und CO₂‑Spiegel, ähnlich wie bei den gesunden Kontrollen. Auch die prozentuale Veränderung des CBF korrelierte mit der CO₂‑Reduktion in beiden Gruppen. Allerdings erklärte der CO₂‑Spiegel nur einen kleinen Teil der CBF‑Veränderungen (geringe erklärte Varianz). Es gab keinen Unterschied zwischen Patientinnen mit normaler Herz‑ und Blutdruckreaktion und solchen mit posturalem orthostatischem Tachykardie‑Syndrom (POTS). Fazit: Die Reaktion des Gehirns auf CO₂‑Veränderungen während orthostatischer Belastung ist bei weiblichen ME/CFS‑Patientinnen ähnlich wie bei gesunden Personen und wird kaum von der Art der Kreislaufstörung

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