Autoantibodies to selenoprotein P in chronic fatigue syndrome suggest selenium transport impairment and acquired resistance to thyroid hormone

01.01.2023 · Redox biology · Zusammenfassung auf Deutsch

In dieser Beobachtungsstudie wurden 167 Patienten mit chronischem Erschöpfungssyndrom (CFS) und 545 gesunde Kontrollpersonen auf ihren Selen‑ und Schilddrüsenstatus untersucht. Dabei suchten die Forschenden nach Autoantikörpern gegen das Selen‑Transportprotein SELENOP (SELENOP‑aAb). Diese Antikörper waren bei CFS‑Patienten deutlich häufiger (9,6‑15,6 %) als bei den Kontrollen (0,9‑2,0 %). Bei den Antikörper‑positiven Patienten zeigte sich ein gestörter Selen‑Transport, erkennbar an einer fehlenden linearen Beziehung zwischen Selen und dem Enzym Glutathion‑Peroxidase (GPx3) sowie an niedrigerer Aktivität des Deiodinase‑Enzyms, das Schilddrüsen‑Hormone von T4 in das aktive T3 umwandelt. Außerdem waren die freien T3‑Spiegel und das Verhältnis von T3 zu T4 im Blut sowie die Jodkonzentration im 24‑Stunden‑Urin reduziert. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bei einem Teil der CFS‑Patienten Autoantikörper den Selen‑Transport und damit die Aktivierung von Schilddrüsen‑Hormonen beeinträchtigen, ohne dass klassische Schilddrüsen‑Laborwerte (TSH, T4) auffällig sind. Die Studie ist zwar relativ groß, aber rein beobachtend; ein kausaler Zusammenhang und mögliche Therapien müssen noch in klin

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