In dieser prospektiven Registerstudie wurden 1022 Patient*innen untersucht, die nach einer SARS‑CoV‑2‑Infektion mit anhaltenden Beschwerden in die Ambulanz eines deutschen Universitätsklinikums kamen. 411 von ihnen hatten mindestens zwei Untersuchungszeitpunkte (erste Untersuchung nach median 255 Tagen, zweite nach median 402 Tagen). Fast alle (95,5 %) berichteten mehrere Symptome gleichzeitig. Bei der ersten Untersuchung erfüllten 31,3 % die diagnostischen Kriterien für Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue‑Syndrom (ME/CFS) – ein Krankheitsbild, das durch anhaltende Erschöpfung, Konzentrations‑ und Gedächtnisstörungen sowie postexertionale Verschlimmerung gekennzeichnet ist. Nach rund ein Jahr seit der Infektion litten noch 19,4 % an ME/CFS. Die häufigsten Beschwerden waren Müdigkeit (von 83,7 % auf 72,7 %) und Konzentrationsprobleme (von 66,2 % auf 57,9 %). Diese subjektiven Angaben nahmen zwar ab, zeigten aber keine statistisch signifikante Veränderung in standardisierten Tests. Die Studie zeigt, dass ein erheblicher Teil von Long‑COVID‑Patient*innen langfristig an ME/CFS‑ähnlichen Symptomen leidet, was neue Therapieansätze nötig macht. Die Untersuchung ist relativ gr
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1007/s00406-023-01661-3).