In dieser Studie wurden Blutproben von 222 ME/CFS‑Patient*innen und 46 Patient*innen mit Multipler Sklerose (MS) analysiert, um zu prüfen, ob die Menge von IgG‑Antikörpern gegen sechs Herpesviren (CMV, EBV, HHV‑6, HSV‑1, HSV‑2, VZV) mit den berichteten Symptomen zusammenhängt. Die Teilnehmenden wurden nach dem vermuteten Auslöser ihrer Erkrankung in vier Gruppen eingeteilt (z. B. bekannter Infektionsauslöser, nicht‑infektiöser Auslöser). Die wichtigsten Ergebnisse: – Bei MS‑Patient*innen gab es einen negativen Zusammenhang zwischen Augen‑„Insight‑Disturbances“ und CMV‑Antikörpern sowie einen positiven Zusammenhang zwischen Blasenproblemen und EBV‑Antikörpern. – Bei ME/CFS‑Patient*innen zeigte sich vor allem ein Zusammenhang zwischen höheren HSV‑1‑Antikörperwerten und dem häufigen Symptom „brain fog“ (Konzentrations‑ und Gedächtnisstörungen). – Insgesamt waren die Antikörper‑Symptom‑Zusammenhänge bei MS stärker ausgeprägt als bei ME/CFS. – Mit einem maschinellen Lern‑Verfahren (SuperLearner) ließen sich drei ME/CFS‑Untergruppen (unbekannter Auslöser, nicht‑infektiöser Auslöser, laborbestätigter Infektionsauslöser) von der MS‑Gruppe unterscheiden, nicht jedoch die vierte Untergruppe
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/j.heliyon.2023.e18250).