Die Arbeit behandelt die Frage, ob Psychotherapie bei Myalgic Encephalomyelitis/Chronischem Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) helfen kann. ME/CFS ist eine langanhaltende Erkrankung, die meist nach einer Infektion auftritt und zu starker Erschöpfung und oft zu kompletter Arbeitsunfähigkeit führt. Bisher gibt es keinen klaren medizinischen Konsens über die genauen Ursachen und keine Heilung. Die Autoren prüfen, ob psychotherapeutische Verfahren – die aus psychosomatischen Krankheitsmodellen entstanden sind – wirksam sind. Die vorhandenen Studien zeigen, dass Psychotherapie und psychosomatische Rehabilitation die Krankheit nicht heilen oder die körperlichen Symptome deutlich verbessern können. Dennoch leiden viele Betroffene stark und könnten von psychologischer Unterstützung profitieren, etwa um besser mit der Belastung umzugehen, Ängste zu reduzieren und gesunde Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Die Autoren schlagen deshalb ein psychotherapeutisches Konzept vor, das zwei zentrale Merkmale von ME/CFS berücksichtigt: erstens, dass es sich um eine körperliche Erkrankung handelt, deren Heilung physisch erfolgen muss, und zweitens, dass die post‑exertionale Malaise (PEM) – die Verschlimme
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3390/medicina59040719).