Structural brain changes in patients with post-COVID fatigue: a prospective observational study

01.01.2023 · EClinicalMedicine · Zusammenfassung auf Deutsch

In dieser prospektiven Beobachtungsstudie wurden 50 erwachsene Patient*innen mit anhaltender Müdigkeit nach einer COVID‑19‑Erkrankung (Post‑COVID‑Syndrom) und 47 gesunde Kontrollpersonen untersucht. Mittelfristig, etwa 7,5 Monate nach der Infektion, litten 47 der Patient*innen an moderater bis schwerer Erschöpfung. Mit Magnetresonanztomographie (MRT) wurden das Gehirn auf strukturelle Veränderungen untersucht. Die Analyse zeigte ungewöhnliche Werte der sogenannten fraktionierten Anisotropie im Thalamus – ein Hinweis auf veränderte Nervenfasern. Außerdem waren Formveränderungen und ein geringeres Volumen im linken Thalamus, Putamen und Pallidum (Teile der sogenannten Basalganglien, die Bewegungen und Gedächtnis steuern) zu finden. Diese Veränderungen korrelierten mit der Schwere der Müdigkeit, Alltagsbeeinträchtigung und Tagesmüdigkeit. Die Schwere der Müdigkeit hing nicht von der Schwere des akuten COVID‑Verlaufs ab, sondern war eher mit schlechter Schlafqualität und depressiven Verstimmungen verbunden. Die Studie ist klein und vorläufig, liefert aber Hinweise darauf, dass bei post‑COVID‑Müdigkeit strukturelle Gehirnveränderungen vorliegen, die ähnlich wie bei anderen Erkrankungen

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