Genetic determinants of fatigue up to 2 years after radiotherapy in prostate cancer patients.

22.04.2026 · Nature communications · Zusammenfassung auf Deutsch

Diese Studie untersuchte Erschöpfung (Fatigue) bei Männern mit Prostatakrebs bis zu zwei Jahre nach einer Strahlentherapie. Bei 1.381 Patienten aus mehreren europäischen Ländern und den USA wurde das Erbgut nach genetischen Veränderungen (SNPs) durchsucht, die mit anhaltender Erschöpfung zusammenhängen könnten. Ergebnis: Eine bestimmte Genvariante (rs142212041) in der Region der Gene ACTR3/CBWD2 stand deutlich mit langfristiger körperlicher Erschöpfung in Verbindung – allerdings nur bei 643 Männern, die vor der Behandlung noch keine körperliche Fatigue hatten. Weitere mögliche Risiko-Genorte wurden gefunden, erreichten aber keine strenge statistische Sicherheit. Auch Unterschiede in der Aktivität dieser Gene wurden beobachtet, waren aber nach statistischer Korrektur nicht mehr eindeutig nachweisbar. Die Autoren betonen, dass Erschöpfung viele verschiedene Ursachen und Erscheinungsformen haben kann, und verweisen auf einen möglichen biologischen Mechanismus, der auch bei ME/CFS diskutiert wird. Die Studie ist explorativ und vorläufig, liefert aber einen möglichen Ansatzpunkt für künftige Forschung zu den genetischen Grundlagen von Erschöpfung.

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