Die Studie untersuchte, ob bei Menschen mit ME/CFS die Funktion der Blutgefäße gestört ist. Dafür maßen die Forscher zwei Dinge: Wie gut große Blutgefäße sich erweitern können (Flow-mediated dilation, FMD) und wie gut kleine Blutgefäße auf einen Blutflussanstieg reagieren (post-occlusive reactive hyperemia, PORH). Sie verglichen 39 ME/CFS-Patienten mit gesunden Kontrollen, sowohl zu Beginn als auch nach 18 Monaten Behandlung mit entweder Rituximab oder Placebo. Ergebnis: Zu Beginn hatten ME/CFS-Patienten deutlich schlechtere Werte bei beiden Messungen – sowohl bei großen als auch bei kleinen Gefäßen – als die Kontrollgruppe. Nach 18 Monaten verbesserte sich zwar die allgemeine Symptomlage leicht, und auch die Funktion der kleinen Gefäße (PORH) stieg signifikant an, während die Funktion der großen Gefäße (FMD) unverändert blieb. Es gab keinen Unterschied zwischen Rituximab und Placebo. Die Forscher sehen darin einen Hinweis darauf, dass Störungen der Blutgefäße möglicherweise zur Krankheit bei ME/CFS beitragen könnten. Die Studie ist jedoch klein und liefert keinen Beweis für eine Ursache oder eine wirksame Behandlung.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1371/journal.pone.0280942).