Die Studie untersuchte, ob bestimmte Antikörper gegen das Epstein-Barr-Virus (EBV) bei Menschen mit ME/CFS als Hinweis auf die Krankheit dienen könnten. Dafür wurden Blutproben von 92 ME/CFS-Patienten und 50 gesunden Personen auf Antikörper gegen über 3000 EBV-Teile untersucht. Insgesamt zeigte sich kein klarer Unterschied zwischen den Gruppen. Allerdings zeigten bei einer Untergruppe von Patienten, bei denen eine EBV-Infektion vermutlich den Krankheitsbeginn auslöste, zwei spezifische Virusteile (EBNA4_0529 und EBNA6_0070) stärkere Antikörperreaktionen. Mit diesen beiden Antikörpern sowie Alter und Geschlecht ließ sich in diesem Untergruppen-Vergleich die Krankheit mit etwa 83 % Trefferquote erkennen (Sensitivität) und gesunde Personen mit etwa 72 % Richtigkeit ausschließen (Spezifität). Die Forschenden sehen darin einen möglichen Biomarker für diese spezifische Patientengruppe, betonen aber, dass eine Bestätigung in weiteren Studien nötig ist. Die aktuelle Analyse ist explorativ und basiert auf vorhandenen Daten – sie liefert keinen Nachweis für eine allgemeine Diagnosemethode bei ME/CFS.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3389/fmed.2022.921101).