In diesem Konsenspapier geben 19 Fachgesellschaften für Kinder‑ und Jugendmedizin praktische Empfehlungen zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Long‑COVID. Auf Basis der bislang wenigen wissenschaftlichen Daten werden Leitlinien für das Erkennen, Befragen und Untersuchen von Betroffenen erstellt. Es gibt konkrete Screening‑Fragen, ein strukturiertes Anamneseschema (medizinische Vorgeschichte) und ein standardisiertes Diagnose‑Protokoll, das u. a. Bluttests, Lungen‑ und Herzuntersuchungen sowie neuro‑kognitive und psychiatrische Tests umfasst. Besonders hervorgehoben werden Fragebögen, die auf post‑exertionale Malaise (nach Anstrengung auftretende Erschöpfung) und auf Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue‑Syndrom (ME/CFS) abzielen. Je nach Befund wird ein schrittweises, interdisziplinäres Vorgehen empfohlen, das Kinder‑ärzte, Neurologen, Psychiater und Physiotherapeuten einbezieht. Das Dokument liefert keine Therapie‑ oder Heilversprechen, sondern dient als Orientierungshilfe für die Diagnostik. Da es sich um ein Experten‑Konsens‑Statement und nicht um eine eigenständige Studie handelt, ist die Evidenzlage begrenzt.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1007/s00112-021-01408-1).