Diese Studie untersuchte die feine Struktur der Schlaf-Hirnströme (EEG) bei Menschen mit Long COVID (28 Personen), gesunden Kontrollpersonen (28) und ME/CFS-Betroffenen (19) mittels Schlaflabor-Messung (Polysomnographie) über Nacht. Betrachtet wurden u.a. bestimmte Hirnwellen-Muster wie 'Spindeln' (kurze Aktivitätsschübe im Schlaf), langsame Wellen und deren Zusammenspiel. Ergebnis: Long-COVID-Betroffene zeigten veränderte langsame Hirnwellen im Wachzustand vor dem Schlaf und im Traumschlaf, sowie ein verändertes Zusammenspiel von Spindeln und langsamen Wellen - dieses war zeitlich verschoben und stand mit schlechterer Schlafqualität in Verbindung. ME/CFS-Betroffene zeigten teilweise ähnliche Veränderungen, aber auch eigene Muster: mehr unregelmäßige Wellenmuster (Alpha-Delta-Muster) in der ersten Nachthälfte und Auffälligkeiten in sehr langsamen Wellenzyklen. Die Studie ist klein und vorläufig, liefert aber Hinweise darauf, dass der nicht erholsame Schlaf bei Long COVID und ME/CFS messbare, biologisch fassbare Veränderungen im Gehirn während des Schlafs hat - unabhängig vom subjektiven Empfinden.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1093/sleep/zsag090).