Die Studie untersuchte, ob eine Störung bestimmter Zellen im Gehirn und Rückenmark – sogenannter Neuroglia (zu denen Astrozyten, Mikroglia und Oligodendrozyten gehören) – eine gemeinsame Ursache für die vielfältigen Symptome beim ME/CFS sein könnte. Die Forschenden analysierten vorhandene wissenschaftliche Literatur und konzentrierten sich dabei auf zwei besonders häufige und charakteristische Merkmale von ME/CFS: die starke Verschlechterung der Symptome nach körperlicher oder geistiger Anstrengung (post exertional malaise, PEM) und die reduzierte Blutflussversorgung des Gehirns. Sie fanden Hinweise darauf, dass sowohl PEM als auch die verminderte Gehirndurchblutung mit einer Fehlfunktion dieser Neurogliazellen zusammenhängen könnten. Da diese Zellen wichtig für die Unterstützung von Nervenzellen, die Regulation von Entzündungen und die Aufrechterhaltung der Blut-Hirn-Schranke sind, könnte ihre Störung viele der beobachteten Probleme im Immunsystem, Energiehaushalt und Nervensystem erklären. Die Forschenden schlagen vor, dass eine solche Neuroglia-Dysfunktion ein vereinheitlichendes Erklärungssystem für die komplexe Pathobiologie des ME/CFS sein könnte. Sie weisen zudem darauf hin,
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3389/fncel.2022.888232).