In dieser Studie wurde untersucht, ob bestimmte Gene das Risiko für Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue‑Syndrom (ME/CFS) erhöhen. Dafür wurden DNA‑Daten von insgesamt 2 532 Patienten aus drei Gruppen analysiert: 427 Norweger, 460 Dänen und 2 105 Briten aus der UK‑Biobank. Die Untersuchung ist die bislang größte ihrer Art, doch es wurden keine genetischen Stellen gefunden, die mit hoher Sicherheit das Erkrankungsrisiko erhöhen (keine "genomweit signifikanten" Ergebnisse). Ein Hinweis fiel auf das Gen TPPP, das im Gehirn aktiv ist; dort zeigte sich in der norwegischen Gruppe ein stärkstes Signal, das jedoch in den anderen Gruppen nicht eindeutig bestätigt werden konnte. Insgesamt liefert die Arbeit wichtige Daten für zukünftige, noch größere Studien, liefert aber derzeit keinen konkreten Hinweis auf genetische Ursachen von ME/CFS.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/j.bbi.2022.03.010).